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Der Teststand betriebsbereit aus 20m Entfernung. Man sieht die Notausleitung (links) und die Datenleitung (rechts). |
Bei -8° Celsius fror der Teststand einEin Sonntag morgen im Februar 2003 es ist 7.30 Uhr. Gerade haben wir unseren Teststand aufgebaut und alle Systeme durchgecheckt. Wir zuenden unser Triebwerk mit der erprobten Sequenz, die wir im Labor immer wieder erfolgreich gefahren sind. Einziger Unterschied: diesmal entzuenden wir einen dreimal laengeren Polyethylenblock. Es funktioniert. Alle sind zufrieden bis auf den Umstand, dass die Kamera nicht richtig bedient wurde. Also gleich nochmal, sagen wir uns, und starten nach gruendlichen Checks, die etwa fuenfzehn Minuten dauern, ein zweites Mal.Nichts geht mehr. Und so bleibt es auch. Fuenf Mal starten wir das Triebwerk mit leicht abgeaenderten Sequenzen, aber es zuendet nicht mehr. Nach zwei Stunden in bitterer Kaelte geben wir auf. Eigentlich hatten wir vor, heute zum ersten Mal die Hauptleitung zu oeffnen und unser Triebwerk voll zum Laufen zu bringen bis auf den Umstand, dass wir keine Raketenduese aufsetzen wuerden. Aber: Keine Flamme, kein Triebwerkslaerm. Rien ne va plus. Was war passiert? Durch die tiefe Aussentemperatur von -8° Celsius fing der Treibstoff in den Flaschen sofort an, sich abzukuehlen, sobald wir den Tesstand aus dem Transporter holten. Dies ging ziemlich schnell voran. Es reichte gerade fuer einen ersten normalen Testlauf. Zusaetzlich hat das sich entspannende Gas unsere Leitungen und Ventile weiter abgekuehlt, so dass eines der Magnetventile vereiste oder verklemmte. Unser Teststand war bis dahin eben immer nur bei +20° Celsius betrieben wurden. Nun werden wir den Teststand erst einmal ueberarbeiten, bevor wir einen neuen Testlauf angehen. Die Natur macht es uns wirklich nicht leicht, den Weltraum zu erreichen, aber wir Raketentechniker sind ausdauernde Leute. rs
Sehen sie hier ein Video des letzten erfolglosen Zuendversuchs.
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Der Teststand betriebsbereit aus 10m Entfernung. |
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Der Teststand betriebsbereit aus 5m Entfernung. Man sieht die Elektronikbox (unten) und den Butangasbehaelter (gelb). Das Butangas ist so kalt, dass es kaum noch genuegend Druck hat. |
Das Teststand-Team am 9. Februar 2003: Jörg, Daniel, Baris, Micha, Hannes, Daniel (v.l.n.r., Ralf fotografiert). Heute mal erfolglos, aber trotzdem zufrieden mit ihrer Arbeit. |
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Der Teststand betriebsbereit aus 2m Entfernung. In der Brennkammer (weiss) befindet sich ein Brennstoffblock von 300mm Laenge, 100mm Durchmesser und 50mm Innendurchmesser. |
Der Teststand friert ein. Links vom Injektor sieht man gefrierende Luft. Rechts sieht man die eingefrorene Leitung. |